MoKi | Mo. 06.03.17 | 20:00

Montagskino - Filmklassiker

Zazie (Originaltitel: Zazie dans le métro)

(FR/IT 1960, 89 Minuten, Regie:Louis Malle)

zazieFür Filmfreunde gibt es im "Montagskino" an jedem ersten Montag im Monat um 20 Uhr ein Wiedersehen mit den großen Stars der Filmgeschichte.

Jeder Filmabend beginnt ab 18:30 Uhr mit einem zwanglosen Zusammensein, bei dem die kulinarischen Genüsse in Form selbst zubereiteter und leckerer Speisen im Vordergrund stehen.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Der Preis für das Essen (ohne Getränk) beträgt 15,00 Euro und für den Film 5,00 Euro. Wer Lust hat, seine Kochkünste vorzuführen, kann sich mit guten Ideen im Büro melden.

Der Film

Zazie (Originaltitel: Zazie dans le Métro) ist eine Komödie von Louis Malle aus dem Jahr 1960 nach dem 1959 erschienenen Roman „Zazie in der Metro“ von Raymond Queneau. Während der Roman mit Wörtern spielt, schäumt der Film über vor filmischen Einfällen und erweist dabei dem klassischen Slapstick-Film alle Ehre.

Das freche, etwa 10 Jahre alte Mädchen Zazie (Catherine Demongeot) ist mit seiner Mutter aus der Provinz zu Besuch in Paris. Damit die Mutter ihren Liebhaber besuchen kann, gibt sie Zazie für zwei Tage bei ihrem Onkel ab. Zazie will unbedingt mit der Metro fahren, die wird zu ihrer großen Enttäuschung aber bestreikt. Am folgenden Tag erkundet sie Paris auf eigene Faust.

Als der Film am 28. Oktober 1960 herauskam, hatte er zunächst weder beim Publikum noch bei den Kritikern Erfolg. Allerdings äußerten sich unmittelbar nach der Kinopremiere Francois Truffaut, Eugene Ionesco und Charlie Chaplin begeistert.

Zum großen Teil an Originalschauplätzen gedreht, liefert der Film auch ein Bild von Paris im Jahr 1960. Die deutsche Fassung von Zazie musste auf Betreiben der FSK in ihrer Synchronisation entschärft werden

Filmkritik

film-dienst: „Wie der Autor sich mit der scheinbaren Naivität der Kindersprache auseinandersetzt, so kehrt auch Louis Malle in die Kindertage der Kinematographie zurück: zum Slapstick der Mack-Sennett-Filme und zu den Urtricks von Meliès.

Zeitlupe, Zeitraffer, Wiederholung und Deformierung, Aufhebung von Raum und Zeit, Spiel mit farblichen Verfremdungen und bewusst falsches Synchronisieren sind zugleich intellektuelle Verballhornungen der Konvention, die den Film zu einem beispielhaften Werk der französischen "Nouvelle Vague" machen.“


Veranstalter: Kulturforum am Hafen e.V. - Land in Sicht

Mo. 06. März 2017 | 18:30 Uhr: Essen | 20:00 Uhr: Film | Eintritt € 5,00 | Essen € 15,00 (Anmeldung erforderlich)

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