MoKi | Mo. 04.09.17 | 20:00

Filmclub "Montagskino"/KIK- Filmklassiker

Das Schwein von Gaza

(FR/BE/DE 2011, 98 Minuten, Regie und Drehbuch: Sylvain Estibal)

Das Schwein von Gaza FilmplakatFür Filmfreunde gibt es im "Montagskino" an jedem ersten Montag im Monat um 20 Uhr ein Wiedersehen mit den großen Stars der Filmgeschichte.

Jeder Filmabend beginnt ab 18:30 Uhr mit einem zwanglosen Zusammensein, bei dem die kulinarischen Genüsse in Form selbst zubereiteter und leckerer Speisen im Vordergrund stehen.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Der Preis für das Essen (ohne Getränk) beträgt 15,00 Euro und für den Film 5,00 Euro.

Wer Lust hat, seine Kochkünste vorzuführen, kann sich mit guten Ideen im Büro melden.

Das Schwein von Gaza (Originaltitel: Le cochon de Gaza)

Der Film erzählt die Geschichte des palästinensischen Fischers Jafaar, der unerwartet ein Schwein an Land zieht.

Weil die Israelis nicht erlauben, dass die Boote der Palästinenser weit hinausfahren, zieht er nur kleine Fische und vor allem Müll an Bord. Nach einer stürmischen Nacht hat er anstelle eines dicken Fisches ein lebendiges Schwein im Netz. Jetzt steht Jafaar vor einem großen Problem. Denn Schweine gelten in Gaza als unrein und sind an Land nicht akzeptiert. Nach Israel kann er das Schwein auch nicht verkaufen, denn in diesem Punkt sind sich Palästinenser und Israelis einig.

Jafaar versteckt das Schwein, es ist ein Eber, auf seinem Boot und versucht alles Erdenkliche, um es loszuwerden. Dabei geht er mehrere skurrile, aber auch nicht ungefährliche Handel ein, die seine eher klägliche Existenz zunächst verbessern. Doch als seine Glaubensgenossen herausfinden, dass er den Eber zu Zuchtzwecken an eine israelische Siedlerin ausgeliehen hat, wird er vor die Wahl gestellt, entweder als Verräter oder als Märtyrer zu sterben.

Der Regisseur Sylvain Estibal über die Rolle des Schweins in dem Film: „Was die beiden verschiedenen Lager dieses Films vereint, ist einzig und allein, dass sie das Schwein verabscheuen. So wird das Schwein zum Botschafter, Grenzgänger – zur Verbindung zwischen den beiden Lagern. Aus diesem kleinsten gemeinsamen Nenner entsteht Verständnis, das zu einer Annäherung führt. In gewisser Hinsicht könnte man sagen: Das Schwein ist meine Friedenstaube!“

Filmkritik

„Der Regisseur bedient sich freimütig aus der Bibel sowie der Filmgeschichte und dekliniert alle möglichen Spielarten des israelisch-palästinensischen Konflikts durch, ohne vor politisch unkorrekten Witzen über die Absurditäten dieses Konflikts zurückzuscheuen. So gelingt ihm eine schwarzhumorige, hintersinnige Tragikomödie.“ - Lexikon des Internationalen Film

Mit „Das Schwein von Gaza“ ist Sylvain Estibal ein recht amüsanter Film über das sensible Thema Nahostkonflikt gelungen. Der Humor ist zwar insgesamt harmloser, als es der Kontext vermuten ließe. Das macht er aber mit einem großen Schuss Absurdität und sympathischen Figuren mehr als wett.“ - www.film-rezensionen.de

„Der Gazastreifen und Komödie, das geht [...] zusammen, über den Nahostkonflikt ausnahmsweise mal lachen, auch. Absurd komisch und warmherzig verliert der Film doch nicht die bittere Realität aus den Augen.“ - ZDF Aspekte  

Auszeichnungen

César 2012 – Bester Erstlingsfilm

Tokyo International Film Festival 2011 – Publikumspreis

- Quelle: Wikipedia -


Veranstalter: Kulturforum am hafen - Land in Sicht

Mo. 04. September 2017 | 18:30 Uhr: Essen / 20:00 Uhr: Film | € 5,00 (Film) / € 15,00 (Essen, Anmeldung erforderlich)

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